Einladung zur Resonanz*Körper*Werkstatt No. 1 „Krieg & Kunst“ am 14. November 2015 in der Matthäuskirche in Frankfurt (U-Bhf. Messe)

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Das Format Resonanz*Körper bringt engagierte und interessierte Menschen zusammen mit Künstlern, Musikern, Tänzern und Wissenschaftlern. Das Ganze in einem interdisziplinären Crossover, aber nicht-elitär aufgesetzt, sondern „von unten und für Alle“ die Interesse haben an den brennenden Fragen der Zeit. Mit garantiert eingebautem Perspektivenwechsel..

„Krieg und Kunst“ ist ein solches hochaktuelles Thema, das die Gegensätzlichkeit menschlichen Denkens und Handelns auf vielen Ebenen berührt. Das uns immer wieder erschüttert, uns zweifeln lässt an der Fähigkeit der Menschheit, gemeinsam und in Frieden unseren Planeten zu bewohnen. So erleben wir, wie vom „Islamischen Staat“ Wissenschaftler an den antiken Kulturstätten in Syrien und dem Irak als Häretiker verunglimpft und zum Tode verurteilt werden. Videos von grausamsten Hinrichtungen ins Internet zu stellen gehört zur Medienstrategie dieser Gruppe – aber nicht nur dieser. Krieg findet v.a. auch in den Medien statt – nicht erst seit gestern.
Der Krieg treibt aktuell Menschen vor sich her. Die in unserem Land ankommenden Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten sind eine Aufgabe und weitere Herausforderung auch für unser gesellschaftliches und kulturelles Selbstverständnis. Wir laden zu unserer Resonanz*Körper*Werkstatt vor allem junge, unbegleitete Flüchtlinge ein zu musizieren, zu tanzen, zu kochen, sich künstlerisch auszudrücken. Zusammen mit gleichaltrigen deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Die Resonanz*Körper*Werkstattreihe ist (auch) ein haptisches Format – „begreifen“ heißt hier auch: im körperlichen Kontakt sein, etwas anfassen und es spüren. In einem umfangreichen Werkstattprogramm können nachmittags von 14:00 – 18:30 Uhr u.a. Kampfkünste wie Aikido und Capoeira erprobt werden.
Instrumente selber bauen oder an einem Perkussionworkshop teilnehmen mit Handtrommeln aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen können musisch Interessierte. Gemeinsames Kochen bei Talley Hoban’s „Schnippelparty“ gehört ebenfalls dazu.
Wir bitten um Voranmeldung zu diesen Werkstattangeboten am Nachmittag unter: info@aussenwelt.org – wegen der Teilnehmerbeschränkung der Workshops auf jeweils max. 35 Personen. Der Eintritt zu den Nachmittagsveranstaltungen ist frei.
Das Abendprogramm ab 19:00 Uhr beginnt mit einem musikalischen Ritual des Künstlers  Alfred Wolski und Dorte Sukavi im großen Kirchenraum. Dabei kann Resonanz ganz unmittelbar zwischen Publikum und Musikern erlebt werden. Bilder und Kompositionen von jungen KünstlerInnen laden zu in einem umgestalteten Kirchenraum zu Betrachtungen ein. Dazu sind Arbeiten von Hyewon Kim, Sabrina Baskal, Sarah Riel, Dirk Baumanns und Deniz Alt zu sehen. Musik, Kunst und Tanz im Dialog findet sich in den Performances von Nathalia Grotenhius (Schlagzeug/Perkussion) im interkulturellen Kontext mit Narae Shin (Tanz), Rafael Sotomayor (Hang) mit Michael Riedel (Orgel), Puschan Mousavi (Geige), Pierre Dekker (Kontrabass), Katja Cheraneva (Tanz) und einem Konzert mit jungen Frankfurter Rappern, das von Dragodin gestaltet wird. Poetry Slam und ein Fusion-Jazz-Konzert von Max Clouth und der Sängerin Nicole Sharma beschließen den Abend gegen Mitternacht.
Im wissenschaftlichen Programm der Werkstatt werden unter anderen der Altorientalist Prof. Dr. Walter Sommerfeld (Uni Marburg) zum „Angriff auf das Kulturerbe“ im Nahen Osten sprechen, der Medienhistoriker Sascha Stoltenow (Frankfurt) wird die ästhetischen Strategien des „Islamischen Staates“ und anderer Kriegsparteien unter dem Label „Krieg als Marke“ analysieren, die Kunsthistorikerin Dr. Tanja Bernsau (Wiesbaden) sich auf Spurensuche im Bereich der „Raubkunst“ begeben und die Kunstwissenschaftlerin Dr. Gabriele Mackert „Krieg. Zum alltäglichen Ausnahmezustand in der Kunst“ behandeln.

 

 

 

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